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Christine Reiler’s Miss World-Trip 2007

Man darf es eigentlich gar nicht laut sagen, scherzt Christine Reiler, aber Oh Gott! es ist bereits acht Jahre her, dass sie den Titel “Miss Austria” trug. Und deshalb nach China reisen durfte, um dort Österreich bei der Miss World-Wahl zu vertreten. Nach vier Wochen Miss World-Camp kam Christine nicht nur ins Halbfinale, sondern belegt sogar den stolzen 6. Platz. Nach Jahrzehnten das erste Mal, dass eine Österreicherin soweit vorne platziert war. Aber wie hat die damals 25-Jährige das geschafft? Wie war das überhaupt so, vier Wochen alleine auf der anderen Seite der Welt, mit 120 Missen aus allen Teilen der Erde? Hat der Trip nach China ihr Leben beeinflusst oder gar verändert? Wir haben sie gefragt.

Demnächst geht es für die amtierende Miss Austria Annika Grill nach China. Ihr Kalender ist voll mit Terminen, die sie für die Miss World-Wahl fit machen sollen. Wir war das damals bei dir? Wie hast du dich vorbereitet? Damals war das noch alles ein bissl anders. Wir haben uns viel selbst organisieren müssen. Aber  ich habe mich nicht gestresst. Ich hab natürlich viel Sport vorher gemacht. Und für den Talentwettbewerb hab ich ein Lied einstudiert, von Silbermond “Das Beste” (lacht). Damals hat mir das Management von der Band persönlich das Playback zu Verfügung gestellt. Das war schon was. Aber Make Up- Tutorial, Sprechtraining oder so gab es damals alles nicht.

Ein wichtiger Punkt bei der Miss World-Wahl sind natürlich die schönen Kleider. Annika wird gar von einer ganzen Armada an Designern ausgestattet. Mit welchen Designern hast du damals zusammengearbeitet? Mit exakt einer! Meiner mittlerweile absoluten Lieblings-Designerin Ursa Drofenik. Die Ursa hab ich mir selbst organisieren müssen. Dafür hat sie mir alle Kleider auf den Leib geschneidert.

Zurück zur Fitness. Du hast vorhin angesprochen, dass du viel Sport gemacht hast. Wie war das am Camp selbst? Hattet ihr mehr oder spezielle Trainingseinheiten? Was gab es zu Essen? Am Miss World-Camp herrschten sehr strenge Regeln, das will ich gar nicht schön reden. Wir hatten ein eigenes Buffet, das natürlich sehr “gesund” bestückt war. Burger und Pizza war also nicht. Und Alkohol war auch verboten. Und was die Vorbereitungen betrifft… (seufzt) mein Gott, ich war damals so jung. Da hab ich nicht großartig viel anders machen müssen, als sonst. Ich hab gegessen was ich wollte. Und Sport wie immer gemacht.  Thats it!

In Sanya selbst, wie war da dein Tagesablauf? Mega strukturiert. Man hat keinen Meter allein gehen können. Wir wurden nach dem Alphabet in Gruppen eingeteilt. Und dann gab es einen Gruppenführer. Mit dieser Gruppe hat man sich von der Früh weg getroffen, gemeinsam gefrühstückt und dann den Tag und die Trainingseinheiten ausgemacht. Individuelle Aktivitäten gabs eigentlich nicht.

Hattest du ein eigenes Zimmer? Nein, wir waren immer zu zweit. Ich war mit Miss Belgien im Zimmer.

Sind Freundschaften entstanden? Oder hat der Konkurrenzkampf doch überwogen? Also es gibt immer Mädels mit denen kommt man besser oder schlechter aus. Es gab aber eigentlich keine Zickenkriege. Kontakt hab ich immer noch mit Miss Germany und Miss Grenada.

Wie war denn das Klima generell? Wie tickte die Konkurrenz? Welche Länder waren besonders ambitioniert? Allen voran ganz klar Südamerika, da hat die Miss World-Wahl ja eine Mega-Bedeutung. Für die hat das halt einen ganz anderen Stellenwert, als für eine Miss USA. Dieser Eifer, manchmal schon Hysterie, war nicht immer einfach auszuhalten. Nach vier Wochen wird man dann schon ein bissl unelastisch, weil es sehr wenig Rückzugsmöglichkeiten gab. Aber dieser Multi-Kulti-Mix ist an sich ein irrsinniger Gewinn. So viele Menschen aus so vielen Ländern mit ihren verschiedenen Mentalitäten, das fand ich sehr spannend.

Hast du Tipps für Annika? Gelassenheit ist kein Fehler. Authentisch bleiben. Und: Die Welt dreht sich weiter, auch wenn man nicht gewinnt.

Würdest du  heute etwas anders machen? Nein, gar nix. Das war eine sehr positive Erfahrung. Vielleicht würde ich mich heute noch weniger stressen lassen. Wenn man dort ist, ist das nicht so einfach.

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